Längliche dunkle Rattenkotspuren auf einem Holzboden an der Wand

Rattenkot erkennen, richtig entfernen und handeln – Der Ratgeber für Bremen

Sie haben kleine, dunkle Kotspuren in Ihrem Haus oder Garten gefunden und fragen sich, ob es sich um Rattenkot handelt? Rattenkot sind die Kotbrocken von Ratten. Bei der Wanderratte, der in Deutschland häufigsten Rattenart, sind sie laut LAVES Niedersachsen im Schnitt etwa 1,5 cm lang, an einem Ende abgerundet und am anderen oft etwas zugespitzt. Frischer Kot ist braun, alter fast schwarz. Sie finden ihn auf den Laufwegen der Tiere und an den Futterplätzen. Kot ist laut LAVES Niedersachsen neben Trittsiegeln, Laufwegen, Bauen und Nagespuren eines der Zeichen, die einen Rattenbefall verraten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Rattenkot erkennen, welche konkreten Gesundheitsgefahren bestehen und wann in Bremen eine Meldepflicht greift.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Rattenkot ist im Schnitt etwa 1,5 cm lang: braun und glänzend, wenn er frisch ist, fast schwarz, matt und hart, wenn er alt ist.
  • Nicht direkt berühren oder aufwirbeln: vorher lüften, Atemschutzmaske (laut RKI FFP3) und Handschuhe tragen, Kot nass besprühen, dann mit Papier aufnehmen.
  • Gesundheitsrisiko durch Krankheitserreger: Ratten und andere Nager können laut LAVES Niedersachsen unter anderem Salmonellen, Leptospiren und Hantaviren übertragen.
  • Meldepflicht in Bremen beachten: Melden Sie schon den Verdacht, also Anzeichen für mindestens zwei Ratten: in der Stadt Bremen dem Gesundheitsamt, in Bremerhaven dem Magistrat.
  • ‍Vermieter ist bei Mietwohnungen zuständig: Informieren Sie ihn unverzüglich, er trägt in der Regel die Bekämpfungskosten.

‍Wie sieht Rattenkot aus? So erkennen Sie ihn

Rattenkot lässt sich an mehreren Merkmalen erkennen. Die Kotbrocken der Wanderratte sind länglich und spindelförmig. Das Julius Kühn-Institut nennt eine Länge von bis zu 2 cm, das LAVES Niedersachsen im Schnitt etwa 1,5 cm. Frischer Kot glänzt leicht und fühlt sich weich an. Alter Kot ist matter, fast schwarz und oft sehr hart. Diese charakteristischen Eigenschaften helfen Ihnen, die Spuren von anderen Tierausscheidungen zu unterscheiden.

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Sie finden Rattenkot typischerweise entlang von Wänden, in Ecken, auf Dachböden, in Kellern oder in der Nähe von Lebensmittelvorräten. Ratten nutzen feste Laufwege und markieren diese regelmäßig mit ihren Ausscheidungen. Achten Sie zusätzlich auf weitere Anzeichen für Rattenbefall wie Nagespuren, Trittsiegel oder Baue. Auch der Geruch kann auffallen: Kot und Urin von Ratten führen laut Kreis Düren zu Geruchsbelästigung. Das Umweltbundesamt beschreibt den Kot der Wanderratte als kugelförmig bis länglich und 1 bis 3 cm lang.

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Wanderratte oder Hausratte: Was sagt der Kot?

In Deutschland leben zwei Rattenarten in und an Gebäuden: die Wanderratte, die häufigste Art, und die deutlich seltenere Hausratte. Wanderratten (Rattus norvegicus) hinterlassen laut LAVES Niedersachsen Kotbrocken von im Schnitt etwa 1,5 cm Länge, an einem Ende abgerundet und am anderen oft etwas zugespitzt. Erwachsene Hausratten (Rattus rattus) sind laut LAVES im Allgemeinen kleiner und leichter als Wanderratten. Eigene Maße für den Kot der Hausratte nennen die Fachstellen nicht. Wanderratten leben bevorzugt in Kellern und bodennahen Bereichen. Hausratten bevorzugen Dachböden und höher gelegene Räume. Der Fundort gibt Ihnen also wichtige Hinweise auf die Rattenart.

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Kot von Ratten und anderen Tieren unterscheiden: Verwechslungen ausschließen

Mäusekot unterscheidet sich durch seine Größe: Er ist laut Julius Kühn-Institut höchstens 1 cm lang, Rattenkot bis zu 2 cm. Siebenschläferkot ist laut Bündner Naturmuseum bohnenförmig oder gleicht einem Reiskorn und ist 0,5 bis 2 cm lang. In der Größe kann er Rattenkot also ähneln. Das Museum beschreibt ihn außerdem als geruchlos. Die Größe ist das verlässlichste Unterscheidungsmerkmal: Halten Sie ein Lineal bereit und messen Sie genau. Alles unter 1 cm stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von Wanderratten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie uns an, ob für eine Rattenbekämpfung oder eine Mäusebekämpfung in Bremen. Wichtig ist die Unterscheidung trotzdem: Die Bremer Rattenverordnung gilt nur für Ratten.

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Igelkot oder Rattenkot?

Igelkot und Rattenkot unterscheiden Sie vor allem an der Größe. Der Kot des Igels ist laut Deutscher Wildtier Stiftung meist 3 cm lang und 1 cm breit. Frisst der Igel viele Insekten, glänzt der Kot durch deren Panzer. Er kann außerdem Beerenreste und gelegentlich Haare oder Federn enthalten. Rattenkot ist dagegen laut LAVES Niedersachsen im Schnitt nur etwa 1,5 cm lang.

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Infografik im gleichen Maßstab: Rattenkot ca. 1,5 cm, bis 2 cm lang; Mäusekot höchstens 1 cm; Igelkot meist ca. 3 cm

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Gesundheitsrisiken: Warum Rattenkot gefährlich ist

Kot von Ratten stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, da er zahlreiche Krankheitserreger übertragen kann. Salmonellen lösen laut Robert Koch-Institut meist eine akute Darmentzündung mit Durchfall aus. Bei Kleinkindern und älteren Menschen kann der Flüssigkeitsverlust stark ausgeprägt sein. Leptospiren scheiden Ratten laut Robert Koch-Institut mit dem Urin aus. Die meisten Infektionen verlaufen mild; die schwere Form, der Morbus Weil, geht mit Nierenversagen und Gelbsucht einher. Hantaviren spielen bei Ratten dagegen kaum eine Rolle: In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut vor allem Rötelmaus und Brandmaus die Überträger. Bei der Wanderratte kommt das Seoulvirus vor; eine in Deutschland erworbene Erkrankung damit wurde laut RKI erst kürzlich zum ersten Mal nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Bremen zählt Ratten zu den Gesundheitsschädlingen, die Krankheiten übertragen.

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Erreger gelangen laut Robert Koch-Institut über verletzte Haut und Schleimhäute, über eingeatmeten aufgewirbelten Staub oder über verunreinigte Lebensmittel in den Körper. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Von Oktober 2025 bis Mai 2026 kamen laut Gesundheitsressort die meisten Rattenmeldungen aus der Neustadt (128) und aus Gröpelingen (126). Die Behörde betont, dass diese Zahlen lediglich das Meldeverhalten widerspiegeln und nicht zeigen, wo der Befall am größten ist. Vermeiden Sie jeden direkten Kontakt und handeln Sie sofort bei einem Fund.

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Sofortmaßnahmen: Kot von Ratten sicher entfernen, Schritt für Schritt

Saugen Sie Rattenkot nicht mit dem Staubsauger auf. Das Robert Koch-Institut rät davon ab, weil Viren über die Abluft abgegeben werden könnten. Auch trockenes Fegen sollten Sie vermeiden, damit kein Staub aufgewirbelt wird. Befolgen Sie stattdessen diese Schritte zur sicheren Entfernung:

  1. Lüften: Öffnen Sie vor Beginn der Reinigung alle Fenster und Türen für mindestens 30 Minuten.
  2. Schutzausrüstung anlegen: Ziehen Sie Einweghandschuhe und eine Atemschutzmaske an, bevor Sie sich dem Kot nähern. Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine FFP3-Maske, das LAVES Niedersachsen mindestens eine FFP2-Maske.
  3. Kotspuren befeuchten: Besprühen Sie den Kot gründlich mit einem handelsüblichen Reinigungs- oder Desinfektionsmittel. So verhindern Sie, dass Staub aufgewirbelt wird. Lassen Sie das Mittel so lange einwirken, wie es auf dem Etikett angegeben ist.
  4. Entfernen mit Küchenpapier: Nehmen Sie die befeuchteten Kotspuren vorsichtig mit Küchenpapier oder Einwegtüchern auf, ohne sie zu zerdrücken.
  5. Fachgerechte Entsorgung: Geben Sie Kot, Tücher und Handschuhe in einen verschlossenen Plastikbeutel. Entsorgen Sie diesen über den Restmüll.
  6. Gründliche Desinfektion: Reinigen Sie die betroffene Stelle und alle berührten Oberflächen mit Desinfektionsmittel. Waschen Sie Ihre Hände gründlich.

Diese Schritte orientieren sich am Merkblatt des Robert Koch-Instituts zur Vermeidung von Hantavirus-Infektionen. Es ist für Mäusekot geschrieben; bei Rattenkot gelten dieselben Vorsichtsregeln gegen aufgewirbelten Staub.

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Meldepflicht und Kosten in Bremen: Was Sie jetzt wissen müssen

In Bremen besteht bei Rattenbefall eine gesetzliche Meldepflicht. Melden müssen Eigentümer sowie alle, die das Grundstück oder Gebäude besitzen oder nutzen dürfen, also auch Mieter. Schon der Verdacht reicht: Anzeichen für mindestens zwei Ratten, etwa Kot. Alle anderen dürfen einen Befall melden. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Feststellung und Bekämpfung von Ratten im Land Bremen (BremRatBekV), die seit dem 17. Oktober 2025 gilt und auf § 17 Absatz 5 Infektionsschutzgesetz beruht. Ratten gelten als Gesundheitsschädlinge, deren Bekämpfung behördlich angeordnet werden kann. Melden Sie einen Befall umgehend. In der Stadt Bremen ist das Gesundheitsamt Bremen zuständig: telefonisch unter 0421 361-15551 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr) oder über das Meldeformular des Serviceportals Bremen. In Bremerhaven ist der Magistrat der Stadt Bremerhaven zuständig. Die Meldepflicht dient dem Gesundheitsschutz und ermöglicht koordinierte Bekämpfungsmaßnahmen.

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Bei Mietwohnungen trägt grundsätzlich der Vermieter die Verantwortung und die Kosten für die Rattenbekämpfung. Es handelt sich um einen Mangel der Mietsache. Informieren Sie Ihren Vermieter unverzüglich, dazu sind Sie als Mieter nach § 536c BGB verpflichtet. Eine professionelle Rattenbekämpfung in Bremen ist vorgeschrieben: Laut Rattenverordnung muss ein festgestellter Befall durch geeignete Fachkräfte bekämpft werden, sofern Sie nicht selbst dazu befugt sind. Das Gesundheitsamt Bremen sagt dazu: Auf privatem Grund muss ein professioneller Schädlingsbekämpfer die Bekämpfung durchführen. Unsere Experten können den Befallsumfang genau einschätzen und die richtigen Maßnahmen einleiten.

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Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich Rattenkot?

Rattenkot ist spindelförmig und bei der Wanderratte laut LAVES Niedersachsen im Schnitt etwa 1,5 cm lang, laut Julius Kühn-Institut bis zu 2 cm. Er glänzt, wenn er frisch ist. Fundorte sind typischerweise entlang von Wänden, in Ecken, auf Dachböden oder in der Nähe von Lebensmitteln. Alter Kot wird matter, fast schwarz und oft sehr hart, frischer Kot ist weich und glänzend.

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Was sollten Sie tun, wenn Sie Rattenkot finden?

Berühren Sie den Kot nicht direkt und wirbeln Sie ihn nicht auf. Lüften Sie vorher mindestens 30 Minuten, ziehen Sie Einweghandschuhe und eine Atemschutzmaske (laut RKI FFP3) an, besprühen Sie den Kot mit Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, lassen Sie es einwirken und entfernen Sie ihn dann mit Küchenpapier. Entsorgen Sie alles in einem verschlossenen Plastikbeutel über den Restmüll und desinfizieren Sie die Stelle gründlich. Kontaktieren Sie anschließend einen professionellen Schädlingsbekämpfer, da der Kot auf einen Befall hinweisen kann.

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Ist Rattenkot in Bremen meldepflichtig?

Ja. Im Land Bremen gilt seit dem 17. Oktober 2025 eine Meldepflicht für Rattenbefall. Schon der Verdacht muss gemeldet werden, also Anzeichen für mindestens zwei Ratten. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Feststellung und Bekämpfung von Ratten im Land Bremen (BremRatBekV), die auf § 17 Absatz 5 Infektionsschutzgesetz beruht, nicht das IfSG unmittelbar. Melden müssen Eigentümer sowie alle, die das Grundstück oder Gebäude besitzen oder nutzen dürfen, also auch Mieter. In der Stadt Bremen ist das Gesundheitsamt Bremen zuständig: telefonisch unter 0421 361-15551 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr) oder über das Meldeformular des Serviceportals Bremen. In Bremerhaven ist der Magistrat der Stadt Bremerhaven zuständig. Bei Mietwohnungen muss der Vermieter unverzüglich informiert werden, da dieser für die Bekämpfung zuständig und kostenpflichtig ist. Die Meldepflicht dient dem Infektionsschutz und ermöglicht koordinierte Bekämpfungsmaßnahmen im Stadtgebiet.

Inhaltsverzeichnis
Tobias Prange
Veröffentlicht am
10.4.2026
Zuletzt aktualisiert am
9.10.2026

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