Eine kleine Kleidermotte sitzt auf einem sauberen Wollkleidungsstück im Schrank, nahe einer Stoffnaht. Ihre schmalen, beige-goldenen Flügel und feinen Körperhaare sind gut erkennbar. Im Hintergrund sind unscharf gefaltete Kleidung und Holzwände des Schranks zu sehen. Die Szene wirkt ordentlich, aber zeigt einen beginnenden Befall.

Motten loswerden: Diese Methoden helfen wirklich

Ein kleiner Falter im Kleiderschrank oder fadenartige Gespinste in der Vorratskammer: Motten können im Haus echten Schaden anrichten. Kleidermotten fressen Löcher in Ihre Lieblingspullover und Lebensmittelmotten kontaminieren Ihre Vorräte. 

Darum sollten Sie bei einem Mottenbefall schnelles und entschlossen handeln. Dafür müssen Sie wissen, welche Methoden wirklich dabei helfen, Motten zu bekämpfen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Motten effektiv loswerden, welche Mittel wirklich wirken und wie Sie einem zukünftigen Befall vorbeugen können

Tobias Prange
17.12.2025

Darum nisten sich Motten in Kleiderschränken & Co. ein

Damit Sie Motten loswerden können, ist es wichtig zu verstehen, warum diese Schädlinge überhaupt den Weg in Ihr Zuhause finden. Motten suchen gezielt nach optimalen Bedingungen für ihre Vermehrung - und finden genau die in unseren Wohnungen.

Ursachen & Eintrittswege

Wohnräume bieten mit gleichbleibenden Temperaturen und Ruhe ideale Bedingungen für Motten. Kleidermotten ernähren sich von Naturfasern wie Wolle oder Seide, Lebensmittelmotten bevorzugen trockene Vorräte. 

Häufig gelangen sie bereits als Eier oder Larven ins Haus, zum Beispiel über befallene Produkte oder gebrauchte Textilien. Offene Fenster während der Dämmerung begünstigen zusätzlich, dass Falter ins Innere fliegen.

Unterschied zwischen Kleidermotten und Lebensmittelmotten

Für eine erfolgreiche Bekämpfung sollten wir zunächst die Mottenart richtig identifizieren. Kleidermotten sind etwa vier bis neun Millimeter lang, strohgelb bis silbrig glänzend und haben keine Muster auf den Flügeln. 

Lebensmittelmotten hingegen sind mit bis zu 14 Millimeter etwas größer und weisen eine bräunliche Färbung mit charakteristischen Flecken und Strichen auf. Während Kleidermotten hauptsächlich Textilien befallen, richten Lebensmittelmotten ihre Aufmerksamkeit auf Vorräte. 

Die Larven beider Arten sind gelblich-weiß. Lebensmittellarven werden mit bis zu 17 Millimeter größer als Kleidermottenlarven mit ihren etwa neun Millimetern.

Motten loswerden: Hausmittel im Check

Zahlreiche Hausmittel werden als Wundermittel gegen Motten angepriesen. Doch welche helfen wirklich beim Motten loswerden, und welche dienen lediglich der Vorbeugung? Ein realistischer Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen ist wichtig, damit Sie nicht enttäuscht werden.

  • Lavendel: Der blumige Duft stört die Orientierung der Falter und hält sie von der Eiablage ab. Wirkt vorbeugend und sollte regelmäßig erneuert werden.
  • Zedernholz: Die ätherischen Öle schaffen ein Umfeld, das Motten meiden. Ringe oder Scheiben schützen langfristig, bekämpfen aber keine bestehenden Larven.
  • Essig: Eine Mischung aus Wasser und Essig eignet sich zum Auswischen von Schränken und entfernt Rückstände sowie Eier in Fugen. Für einen akuten Befall reicht das Mittel allein nicht aus.
  • Hitze und Kälte: Textilien über 60 °C waschen oder 48–72 Stunden einfrieren, um Eier und Larven abzutöten. Vorräte ohne sichtbaren Befall können kurz im Ofen erhitzt werden.
  • Natürliche Duftstoffe: Lorbeer, Nelken oder ätherische Öle wie Pfefferminz können Motten vertreiben. Diese Varianten unterstützen die Prävention und ergänzen andere Maßnahmen.

Die Grenzen von Hausmitteln

So wertvoll Hausmittel zur Vorbeugung und unterstützenden Bekämpfung von Motten sind, stoßen sie bei einem akuten, fortgeschrittenen Mottenbefall leider bald an ihre Grenzen. Hausmittel können die Mottenpopulation eindämmen und das Wachstum verlangsamen, aber sie beseitigen selten einen kompletten Befall. 

Dann sind professionellere Methoden und echte Fachleute zum Loswerden der Motten gefragt.

Motten vertreiben: Diese Lösungen gibt es auch noch

Zum Glück gibt es neben Hausmitteln weitere und sehr effiziente Methoden zur Bekämpfung von Motten. Diese Ansätze kombinieren biologische Nützlinge mit gezielten Bekämpfungsstrategien.

Pheromonfallen zur Befallskontrolle

Pheromonfallen ziehen männliche Falter an und zeigen, wie stark ein Befall ist. Sie reduzieren die Fortpflanzung, ersetzen aber keine vollständige Bekämpfung der Motten, da befruchtete Weibchen weiterhin Eier ablegen. Sie sollten die Fallen in betroffenen Schränken und Schubladen anbringen und nach etwa sechs Wochen austauschen. 

Schlupfwespen als biologische Wunderwaffe

Schlupfwespen sind eine besonders wirksame biologische Methode, da sie Motteneier parasitieren und so die Entwicklung neuer Larven stoppen. Die Anwendung erfolgt über mehrere Wochen, bis keine Eier mehr vorhanden sind. Für Menschen und Haustiere sind sie unbedenklich und verschwinden danach von selbst.

Für die Anwendung erhalten Sie kleine Kärtchen, auf denen sich Schlupfwespen in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Die Behandlung erfolgt in mehreren Zyklen im Abstand von zwei bis drei Wochen. Die gestaffelte Anwendung ist notwendig, um alle Entwicklungsstadien der Motten zu erfassen. Schlupfwespen sind für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich und stellen eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Mitteln dar.

Mottensprays – Schnelle Hilfe bei starkem Befall

Mottensprays enthalten Wirkstoffe, die Motten und ihre Larven abtöten. Viele moderne Produkte sind wasserbasiert und kommen ohne giftige Treibgase aus. Die Sprays können gezielt in Schränken, auf Oberflächen und in schwer zugänglichen Bereichen angewendet werden. Besonders bei einem starken Mottenbefall bieten sie schnelle Abhilfe. 

Beachten Sie einige Sicherheitshinweise: Sprühen Sie niemals direkt auf Lebensmittel, Menschen oder Haustiere. Katzen reagieren besonders empfindlich auf Wirkstoffe wie Permethrin

Mottensprays sollten nicht gleichzeitig mit Schlupfwespen verwendet werden, da die Insektizide auch die Nützlinge töten. Als vorbeugende Maßnahme sind Sprays durchaus empfehlenswert, bei einem akuten Befall sollten sie jedoch Teil eines umfassenden Bekämpfungsplans sein.

Gründliche Reinigung – Die Basis jeder Bekämpfung

Vor jeder Maßnahme werden betroffene Schränke ausgeräumt, befallene Produkte entsorgt und alle Flächen gründlich gereinigt. Staubsaugen und Auswischen, besonders in Fugen und Ecken, verhindert, dass Eier oder Larven zurückbleiben. Den Staubsaugerbeutel sollten Sie anschließend direkt entsorgen.

Wie kann man Motten vorbeugen?

Die beste Bekämpfung von Motten ist die Vorbeugung. Mit den richtigen Tricks können Sie das Risiko eines Mottenbefalls erheblich reduzieren und Ihre Vorräte sowie Textilien langfristig schützen.

  • Richtige Lagerung: Trockene Vorräte wie Mehl, Getreide, Nüsse und Trockenfrüchte in gut schließende Glas- oder Hartplastikbehälter umfüllen. Neue Lebensmittel beim Einräumen kurz prüfen, besonders lose Ware und Bio-Produkte.
  • Regelmäßige Reinigung: Schränke monatlich auswischen und Krümel sowie Rückstände entfernen. Auch weniger genutzte Aufbewahrungsorte und Fugen absaugen. Textilien im Blick behalten und bei ersten Anzeichen handeln.
  • Textilpflege: Kleidung vor dem Verstauen waschen, da Rückstände Motten anziehen. Selten getragene Stücke sauber und dicht verpackt lagern, bei Wolle oder Seide gerne mit Lavendel oder Zedernholz ergänzen.
  • Natürliche Abwehr: Lavendelsäckchen, Zedernholz oder Lorbeerblätter in Schränken platzieren und regelmäßig erneuern. Duftstoffe erschweren die Eiablage und unterstützen die Vorsorge.
  • Schutz an Fenstern: Fliegengitter anbringen und abends bei geöffneten Fenstern Licht reduzieren, um nachtaktive Falter fernzuhalten.
  • Ausmisten: Kleiderschränke von Zeit zu Zeit ausräumen, aussortieren und Textilien bewegen. Unruhige Umgebung verhindert, dass Motten ungestört Eier ablegen.

Motten loswerden: Mit diesen Tipps funktioniert es!

Schnelles Handeln ist ausschlaggebend: Je früher Sie einen Befall erkennen und Maßnahmen ergreifen, desto geringer fallen die Schäden aus. Hausmittel wie Lavendel, Zedernholz und Essig sind wertvolle Helfer zur Vorbeugung und unterstützenden Bekämpfung, stoßen bei einem starken Mottenbefall jedoch an ihre Grenzen.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie durch die Kombination verschiedener Methoden: Reinigen Sie gründlich, entsorgen Sie befallene Produkte, setzen Sie biologische Nützlinge ein und ergänzen Sie diese Maßnahmen durch präventive Duftstoffe. Vergessen Sie nicht, nach der Bekämpfung vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um einen erneuten Befall zu verhindern.

Wann Sie den Profi fragen sollten

Wenn Sie trotz immer wieder neue Motten entdecken, der Befall sehr großflächig ist oder Sie unsicher sind, welche Maßnahmen in Ihrer Situation am besten geeignet sind, sollten Sie sich an einen Profi für Schädlingsbekämpfung wenden.

Mit langjähriger Erfahrung, modernem Know-how und einem geschulten Team bietet HHS Schädlingsbekämpfung in Bremen nicht nur akute Bekämpfung, sondern entwickelt auch geschickte Strategien, um einen erneuten Befall zu verhindern. Unsere Experten analysieren die Ursachen, identifizieren Schwachstellen in Ihrem Zuhause und setzen gezielt die richtigen Maßnahmen ein.

Unser systematischer Prozess zum Bekämpfen der Motten ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. HHS Schädlingsbekämpfung berät Sie umfassend zur Prävention und begleitet Sie auch nach der eigentlichen Bekämpfung, damit Ihr Zuhause dauerhaft mottenfrei bleibt.

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