Mehrere Flöhe mit rotbraunen, seitlich abgeflachten Körpern und kräftigen Hinterbeinen sitzen auf einer Textiloberfläche wie einer Haustierdecke. Einer springt gerade, andere klammern sich an Fasern. Staub, Haare und Abnutzung machen die Szene realistisch. Die Beleuchtung ist weich, der Hintergrund leicht unscharf."

Was wirklich gegen Flöhe hilft – von Experten erklärt

Ihr Haustier kratzt sich ununterbrochen? Auf dem Sofa finden Sie winzige, springende Insekten? Ein Flohbefall ist eine echte Belastung für Mensch und Tier. Flöhe vermehren sich rasant. Schnelles und vor allem richtiges Handeln ist jetzt gefragt.

Viele Betroffene starten mit Hausmitteln oder Produkten aus dem Handel, die oft nur kurzfristige Besserung bringen. Das Problem kehrt zurück. Für echten Erfolg müssen Sie das Haustier, die gesamte Wohnumgebung und den Lebenszyklus des Parasiten verstehen. 

Die wichtigsten Fakten zu Flöhen

  • Das Eisberg-Problem: Flöhe, die Sie auf Ihrem Tier sehen, sind nur etwa 5 % der gesamten Population. Die restlichen 95 %, wie Eier, Larven und Puppen, befinden sich in Ihrer Wohnung.
  • Mechanik vor Hausmittel: Die wirkungsvollsten Sofortmaßnahmen sind mechanisch und thermisch. Tägliches, gründliches Staubsaugen und das Waschen aller befallenen Textilien bei mindestens 60 °C sind gute Ansätze.
Tobias Prange
26.11.2025

Was sind Flöhe eigentlich?

Flöhe sind flügellose Parasiten, die sich von Blut ernähren. Erwachsene Flöhe sind nur etwa zwei bis vier Millimeter klein und meist rotbraun bis schwarz gefärbt. Ihr Körper ist seitlich stark abgeflacht. Das erlaubt es ihnen, sich blitzschnell durch dichtes Fell zu bewegen. Mit ihren kräftigen Hinterbeinen können sie bis zu einem halben Meter weit springen und so mühelos den Wirt wechseln.

Wen befallen sie? Katzenflöhe, Hundeflöhe und der Mensch

In deutschen Haushalten ist der Katzenfloh der mit Abstand häufigste Gast. Er befällt Katzen und Hunde gleichermaßen. Flöhe sind zwar auf ihre Hauptwirte spezialisiert, aber nicht wählerisch. Sie beißen auch Menschen, wenn kein Haustier verfügbar ist. 

In menschlichem Blut können sie sich aber meist nicht fortpflanzen. Der reine Menschenfloh gilt in Mitteleuropa glücklicherweise als fast ausgestorben.

Der Lebenszyklus der Flöhe

Ein Flohweibchen legt seine Eier (bis zu 400 Stück) lose ins Fell des Wirtes. Von dort fallen die Eier auf das Sofa, den Teppich oder ins Körbchen herab. Aus den Eiern schlüpfen lichtscheue Larven, die sich in Teppichfasern oder Ritzen verstecken und von organischem Material und dem Kot erwachsener Flöhe ernähren.

Nach einiger Zeit verpuppen sich die Larven. Diese Puppe ist das Kernproblem jeder Flohbekämpfung. Der Kokon ist extrem widerstandsfähig, leicht anhaftend und schützt den Floh oft wochen- oder monatelang. Er ist weitgehend immun gegen gängige Insektizide aus dem Handel. 

Der erwachsene Floh schlüpft erst, wenn er Signale wie Vibrationen (durch Schritte) oder Körperwärme wahrnimmt. Das erklärt, warum ein Befall oft Wochen nach der ersten Behandlung plötzlich von Neuem beginnt.

Wo treten Flöhe auf?

Flöhe werden fast immer eingeschleppt. Meistens gelangen Flöhe durch unsere Haustiere ins Haus. Hunde und Katzen fangen sich die Parasiten draußen ein, etwa beim Kontakt mit Igeln, Mardern, anderen Hunden oder einfach in kontaminierten Umgebungen.

Ein Befall ist auch ohne eigene Haustiere möglich. Flöhe können als blinde Passagiere im Urlaubsgepäck oder in gebraucht gekauften Möbeln mitreisen.

Die eigentlichen Nester sind dort, wo die Eier vom Tier abfallen. Wir empfehlen, diese Bereiche besonders gründlich zu reinigen:

  • Schlafplätze und Körbchen des Tieres
  • Tiefe Teppichfasern und -kanten
  • Polstermöbel, besonders tiefe Ritzen im Sofa
  • Enge Spalten in Holzböden
  • Kofferraum oder Transportboxen im Auto

So identifizieren Sie einen Flohbefall sicher

Bevor Sie mit der Bekämpfung starten, sollten Sie den Befall zweifelsfrei nachweisen.

Flohbisse beim Menschen sind üblicherweise stark juckende, gerötete Quaddeln. Typisch sind mehrere Stiche in einer kleinen Gruppe oder einer Reihe, bekannt als "Flohleiter" oder "Flohstraße". Das passiert, weil der Floh oft "probesticht", bevor er eine geeignete Stelle zum Blutsaugen findet.

Häufige Stellen für die Bisse sind Füße, Knöchel, Beine und der Hüftbereich am Hosenbund. Im Gegensatz zu Stichen von Bettwanzen jucken Flohbisse fast immer sofort.

Der Flohkamm-Test beim Haustier

Das deutlichste Zeichen beim Haustier ist starkes, plötzliches Kratzen, Beißen oder Lecken im Fell. Wir empfehlen für die Diagnose den Einsatz eines speziellen, sehr feinzinkigen Flohkamms. Kämmen Sie Ihr Tier gründlich, besonders am Rücken, am Schwanzansatz und am Bauch.

Beim Kämmen oder auf den Schlafplätzen finden Sie vielleicht kleine, schwarze Krümel. Das könnte einfacher Schmutz sein, oder Flohkot (verdautes Blut).

Klopfen Sie den Inhalt des Flohkamms auf einem feuchten, weißen Papiertuch oder einem Wattebausch aus. Lösen sich die schwarzen Krümel auf und hinterlassen rote, rostbraune oder dunkelrote Flecken, ist der Befall klar.

Flöhe loswerden: Diese Maßnahmen helfen

Eine erfolgreiche Flohbekämpfung ist ein Mehrfrontenkrieg. Sie müssen das Tier und die Umgebung gleichzeitig behandeln.

Schritt 1: Das Haustier behandeln

Ihr Tier ist die Nahrungsquelle. Der erste Gang sollte zum Tierarzt führen, der passende Mittel verschreibt. Das sind Spot-on-Präparate, spezielle Halsbänder oder Tabletten, die Flöhe beim Blutsaugen abtöten. Flohshampoos töten zwar die Flöhe auf dem Tier, bieten aber keinen Langzeitschutz gegen einen Neubefall aus der Umgebung. Das Behandeln der Flöhe des Tieres ist ein längerer Prozess.

Tierärzte empfehlen beim Behandeln der Flöhe behandeln immer auch eine prophylaktische Entwurmung, da sie den Gurkenkernbandwurm übertragen können.

Schritt 2: Die Umgebung (das Nest) bekämpfen

Hier findet der eigentliche Kampf gegen die 95% der Flöhe in Ihrem Zuhause statt. 

Der Staubsauger ist Ihre wichtigste Waffe.  Saugen Sie alle Teppiche, Polster, Ritzen und Schlafplätze täglich. Der Sog entfernt Eier und Larven. 

Wir empfehlen dringend, den Staubsaugerbeutel sofort nach jedem Saugen in einer luftdichten Plastiktüte draußen in der Mülltonne zu entsorgen.

Waschmaschine und Dampfreiniger

Flöhe und ihre Entwicklungsstadien vertragen keine Hitze. Waschen Sie alle Textilien, mit denen das Tier oder Sie Kontakt hatten, bei mindestens 60°C, besser noch bei 90°C. Textilien, die nicht heiß gewaschen werden können (z.B. Spielzeug), können für einige Tage eingefroren werden.

Ein Dampfreiniger ist auch eine gute Option. Die hohe Temperatur (über 60°C) tötet Eier, Larven und Flöhe auf Teppichen oder Polstern ab.

Die Grenzen: Was ist mit Hausmitteln?

Im Internet kursieren viele Anleitungen zum Thema Flöhe mit Hausmitteln bekämpfen. Seien Sie vorsichtig. 

Experten sind sich einig: Hausmittel wie Lavendel, Knoblauch, Essigwasser oder Zitronenspray sind nicht geeignet, um einen etablierten Befall zu stoppen. Sie haben bestenfalls eine leicht abwehrende Wirkung, töten aber weder die erwachsenen Flöhe noch die Eier und Larven in der Wohnung. Sie verschwenden wertvolle Zeit, in der sich die Parasiten weiter vermehren. Das Flöhe bekämpfen mit Hausmitteln ist bei einer Plage keine Lösung.

Begrenzte Wirkung: Kieselgur

Kieselgur ist ein Pulver aus fossilen Kieselalgen. Es wirkt mechanisch, zerstört die schützende Wachsschicht der Insekten und trocknet sie aus. Sie können es in Ritzen oder auf Laufwegen verteilen. Aber allein reicht Kieselgur nicht aus, um alle Flöhe zuhause zu bekämpfen. Es erreicht die Puppen nicht und ist schwer flächendeckend auszubringen.

Wann der Profi ran muss: Professionell Flöhe bekämpfen

Sie saugen täglich, waschen pausenlos und behandeln Ihr Haustier, aber die Flöhe kommen immer wieder? Dann haben Sie es wahrscheinlich mit einem etablierten Befall zu tun.

Davon sprechen wir, wenn Sie über Wochen hinweg immer wieder neue Flöhe finden oder wenn mehrere Zimmer Ihrer Wohnung betroffen sind. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem das Bekämpfen der Flöhe definitiv professionelle Hilfe erfordert.

Professionelle Schädlingsbekämpfer gehen das Problem methodisch an. Wir bei HHS Schädlingsbekämpfung setzen auf zugelassene, professionelle Präparate.Unsere Mittel töten nicht nur die ausgewachsenen Flöhe, sondern verhindern, dass sich Larven weiterentwickeln können.

Wir erwischen auch die Flöhe, die erst nach der Erstbehandlung schlüpfen, bevor sie selbst neue Eier legen können. Außerdem behandeln wir gezielt Ritzen, Fugen, Hohlräume und Textilien, die Sie selbst nicht erreichen.

Flöhe im Haus in Oldenburg? Wir helfen weiter!

Haben Sie das Ausprobieren verschiedener Mittel und Staubsauger-Marathons satt? Wenn Sie Ihre Flöhe im Haus ein für allemal loswerden wollen, sind wir für Sie da. Wir starten mit einer genauen Analyse der Befallssituation bei Ihnen vor Ort. Wir identifizieren die Hotspots und erklären Ihnen den genauen Ablauf der Behandlung. 

Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular für mehr Infos über den schnellsten Weg zu einem flohfreien Zuhause.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum habe ich im Winter Flöhe?

In unseren gut beheizten Wohnungen finden Flöhe ganzjährig ideale Bedingungen, um sich zu vermehren. Die Umgebungstemperatur in Innenräumen ist für den Lebenszyklus perfekt, unabhängig von der Kälte draußen.

Können Flöhe ohne Haustiere überleben?

Ja, ein Befall ist auch ohne eigene Haustiere möglich. Flöhe können von draußen, von Besuchstieren oder im Gepäck eingeschleppt werden. Erwachsene Flöhe brauchen zwar einen Wirt für Blut, aber die Larven entwickeln sich wochenlang autark in der Umgebung.

Übertragen Flöhe Krankheiten?

In Europa ist die Übertragung ernster Krankheiten durch Flöhe extrem selten. Die größte gesundheitliche Gefahr für Ihre Haustiere ist die Übertragung des Gurkenkernbandwurms. 

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Wenn es um Schädlingsbekämpfung geht, ist schnelles und professionelles Handeln entscheidend. Unser Team steht Ihnen kurzfristig zur Seite – mit fachlicher Kompetenz, diskretem Auftreten und einer Lösung, die wirklich funktioniert. Ganz gleich, ob es um akute Probleme oder vorbeugende Maßnahmen geht: Wir sind für Sie da.
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